Mit dem Longboard durch Stuttgart

Nach mittlerweile vier Jahren im Kessel muss man sich ja auch irgendwann mal die Nachbarschaft genauer anschauen. (Ok, ganz so schlimm isses dann doch nicht. ;-)) Jedenfalls hab‘ ich mir heute Abend die Zeit genommen, mein Longboard ein bissl spazieren zu führen…

An der Haltestelle Vogelsang (1) rein in die Vogelsangstraße und in einer Genusstour bis runter zum Bismarckplatz (2). Auf der anderen Seite der Schwabstraße geht’s weiter über die Elisabethen- und Ludwigstraße bis gaaanz runter zum Atelier am Bollwerk (3). Dann rechts runter, über den Rotebühlplatz, links rein in die Kronprinzstraße (4). Nach Gusto nehme ich eine der nächsten Querstraßen rechts rum und ziehe auf der (heute Abend leider viel zu überfüllten) Königstraße meine Kurven bis ganz runter zum Bahnhof. Alles easy going, gemächlich, bei minimalem Gefälle.

Da der restliche Part im Schlossgarten bis zum Neckar runter nicht taugt, nehme ich am Bahnhof für einen Euro die U7 zum Killesberg und stehe erstmal erstaunt am Bauzaun: Hier steht ja schon kein Stein mehr über dem anderen! Vor ein paar Monaten noch in einer der Hallen einem Fettes-Brot-Konzert beigewohnt, ist die Messe Killesberg (5) nun bereits Stuttgarter Geschichte. *Stille*

Über die Fußgängerbrücke komme ich rüber zu den Tennisplätzen am Weissenhof und starte auf der Parlerstraße. Superbreit, wenig Verkehr. Doch schon eine Kurve weiter unterbreche ich und gehe am Tazzelwurm die Stäffele hoch zum Theo-Heuss-Haus — etwas Geschichte muss sein –, und weil ich schonmal hier oben bin, gurke ich gleich Am Bismarckturm entlang bis zu selbigem (7). Wahnsinns Hütten hier oben! Wahnsinns Aussicht! Nach ausgiebigem Panorama tanken drehe ich wieder um, fahre den kurzen Abhang Am Tazzelwurm wieder runter zu den Tennisplätzen und gönne mir die breite Parlerstraße ein zweites Mal. 🙂

Kurz bevor die Straße wieder leicht bergan geht, biege ich dieses Mal rechts in die Helfferichstraße und gleich wieder rechts in die leider a bisi zu flache Schottstraße (8). Nüja, so bleibt schon Zeit, um den Blick wieder ausgiebig in Nachbars Gärten schweifen zu lassen. Hier eine dicke Hofeinfahrt, dort ein herrschaftlicher Balkon, und so geht das dann bis zur Lenzhalde (9). Hier zögere ich kurz, da hier dann doch ein paar mehr motorbetriebene Kollegen unterwegs sind …  Doch die Neugier siegt.

Und es lohnt sich! Die autofreien Momente überwiegen eindeutig, und ich meine selten solchen Spaß auf der Straße gehabt zu haben. Doch da ich weiß, dass diese hier etwas weiter unten am viel befahrenen Hegelplatz endet, biege ich lieber gleich rechts ab in die Dillmannstraße und werde mit einem asphaltierten Sahnestück bis runter zum Hölderlinplatz (10) belohnt. Das Schlussstück bestreite ich auf der oben etwas zu engen und steilen Senefelderstraße, kann aber den Rest bis fast zur U-Bahn-Haltestelle ausrollen lassen — Rechts-vor-Links natürlich nicht zu vergessen. 😉

Schloss-, Ecke Johannesstraße (11) steige ich wieder in die U-Bahn, nur um mir zum Ausklang nochmal die Vogelsangstraße (12) zu gönnen und am Ackermanns (13) wieder in die Bahn zu steigen. Glücklich und zufrieden geht’s nun doch endlich nach Haus‘.

Verbratene Zeit inkl. Fußwegen, Bahnfahrten und Panoramapausen: Knappe drei Stunden. Stuttgart, ich mag dich. 🙂

3 Antworten auf „Mit dem Longboard durch Stuttgart“

  1. Wenn man auf den Schwabtunnel klettert und oben kurz der Hasenbergsteige nach rechts folgt kann man es ab der ersten Abzweigung nach links gemächlich bis nach Heslach runter rollen lassen. Eine schöne Aussicht bekommt man oben drein… Lässt sich auch super mit der Pfeiffer kombinieren, wenn man unten an der großen Ampel vorm letzten Steilstück gerade aus fährt.

    Gruß, Jens

  2. Hasenbergsteige/Schwabtunnel hört sich jetzt (für meine Skills) aufs erste hin etwas steil an, aber ich werd‘ das mal versuchen, danke! 🙂

    Schönes Video übrigens vorm Bahnhof! Inspiriert durch die zwei Jungs hier (http://tr-1.de/1091) versuche ich mich auch derzeit am ‚Tanz mit dem Brett‘, ist aber wie so oft schwieriger als es aussieht. Bleibt also vorerst beim Carven … 😉

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